Gestern war das lang ersehnte Finale von Deutschland sucht den Superflopstar. Prinzipiell habe ich ja nichts gegen diese Gesangsshows, so lange ich sie nicht sehen oder hören muss. Doch RTL schafft es immer wieder über dubiose Scheinskandale in andere Medien vorzudringen, so dass ich dann doch nicht an DSDS vorbei komme. Meiner Meinung nach – sie muss ja nicht stimmen – manipuliert die Sendung gezielt die Zuschauer um dadurch das Wahlergebnis zu beeinflussen.
Beispiele warum ich diese Meinung habe:
- In den Klatschmagazinen, welche immer zur Abendbrotzeit im TV laufen, wurde berichtet dass dieser Menowin Fröhlich (klingt verwandt mit ManOWar) nicht zu seinen Proben kam. Die spätere Review am Sonntag zeigte aber, dass er scheinbar sehr wohl Tanz & Gesang verbinden konnte. Ohne etwas Training meiner Meinung nach unmöglich.
- Vor ein paar Tagen fing es plötzlich an, dass in Twitter und in Newsmagazinen im Internet plötzlich von Kokain in Verbindung mit diesem Menowin. Sogar auf Google-News bekam ich so eine Schlagzeile präsentiert. Und wenn alle über irgendwas berichten, dass will man sich natürlich auch informieren und somit war mein Interesse geweckt. Nach ca. 3 unterschiedlichen Artikeln kam ich zu dem Ergebnis, dass jemand eine anonyme Anzeige wegen Kokain Besitz und Konsum gemacht hatte (Anonym heißt: zu feige seinen Namen zu nennen). RTL hat dieses nicht großartig kommentiert und somit die Gerüchteküche brodeln lassen. Und da scheinbar jemand wegen Kokain Konsum als Kandidat ausscheiden musste, kam überall im Internet natürlich auch die Frage auf ob diese M. jetzt auch rausfliegt. Das so etwas nicht passieren wird, hätte eigentlich jedem klar sein sollen. Ein Fernsehsender läßt sich doch nicht die Traum-Einschaltquoten nehmen. Auch hier meine Meinung: Situation klar von RTL ausgenutzt bzw. könnte ich mir vorstellen, dass die diese Anzeige sogar iniziert haben.
- … könnte noch mehr Beispiele geben. Mag aber nicht mehr. Ausserdem ist das nur meine Meinung basierend auf meinen Eindrücken. Beweise gibt es natürlich dafür nicht. Und wenn es die Beweise gäbe, hätte RTL mich wahrscheinlich schon in einem ungenutzten Keller eingeschlossen oder bei Cobra 11 als Dummy verwendet.
So, nun wieder zum Betreff meines Postings. Ich bin froh dass nun DSDS erstmal vom Schirm verschwindet. Bis zu den nächsten Castings dauert es hoffentlich noch lange und somit darf ich auch besseres TV Programm und bessere News hoffen. Bis dahin wünsche ich den Internetusern, die Blümchen – Bumerang online kaufen, damit der Gewinner nicht auf Platz 1. der Downloadcharts kommt viel Erfolg.
Ich saß gerade beim Abendbrot und habe TV geschaut. Da wurde ein kleiner Schüler bei seinen ersten Rappversuchen gezeigt. Er hatte einen Rap-Song geschrieben und den mit einem Video in Netz gestellt. Der Song handelte von einem Amoklauf bzw. das er wohl am liebsten amoklaufen würden und schwups hatte er Besuch von der Polizei, weil er angeblich ein Sicherheitsrisiko ist. Die Rede war von einem geplanten Amoklauf. Ich vermute, durch etwas mehr Recherche wäre das nicht passiert und man hätte sehr wohl gesehen, dass der Knirps einfach nur Mukke macht. Wenn man alles so ernst nehmen würde, müssten Bushido und Konsorten schon längst im Knast die Seife aufheben.
Nach dem Abendbrot habe ich die aktuellen Google-News studiert und den Artikel “Angriff auf Lehrerin löst Panik an Hauptschule aus” bei Spiegel-Online gelesen. Dort wurde aus Angst vor einem Amoklauf gleich ein Großeinsatz durchgeführt. Schlußendlich war es nur eine Rangelei zwischen einem Schüler, seinem Freund und einer Lehrerin. Auch hier wieder das gleiche Spiel. Erstmal richtig auf die Pauke schlagen und dann schauen was wirklich los ist.
Im Gegenzug dazu, habe ich ebenfalls bei Spiegel gelesen, dass im Stuttgarter Justizministerium ein Anhänger der Hutu-Miliz jahrelang gearbeitet hat. Aber dieser war angeblich unauffällig. Scheinbar kein Video, kein Lied, kein übermäßiges Counter Strike oder ähnliches was ihn hätte verraten können.
Mein Fazit für den Tag: Irgendwie scheint sich alles im Lande nur noch auf Amoklauf und Terrorismus zu konzentrieren und so lapida Sachen wie Anhänger von Massenmördern scheinen nebensächlich.
Die DigiRights Solutions GmbH ist ein gutes Beispiel für eine Abzockermaschinerie im Sinne des Urheberrechts.
Doch zuerst einmal das Prinzip:
- User lädt ein Lied herunter: Beispielsweise “Milow – Ich fick mich ins Knie.mp3″.
- Das DSG Netzwerk (es sind mehrere vernetzte Computer, welche auf eine gemeinsame Datenbank zugreifen)
versucht ebenfalls dieses Lied herunterzuladen und erhält vom P2P-Server eine Reihe IP-Adressen, welche dieses Lied anbieten. Diese IP-Adressen werden in einer Datenbank gelogged.
- Automatisiert wird eine Auskunftserteilung beim Gericht eingeholt, damit die euren Namen vom Provider bekommen.
- Anschließend bekommt ihr einen Brief mit der Forderung von 480€ (Kunden der DSG aufgepasst, Preise sind gestiegen) als Schadensersatz und eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung für dieses eine Lied. (Ja nur für ein Lied 480€).
- Der Benutzer (Raubkopierer) zahlt, wovon der Rechteinhaber insgesamt 20% (96€) erhält. Die rechtlichen 80% (384€) werden in Wartung und Weiterentwicklung der Abzockermaschinerie gesteckt.
So, und nun das meiner Meinung nach Abschreckende an dieser ganzen Geschichte:
Die DSG wirbt in einer Präsentation damit, dass man ja viel mehr Erträge mit Raubkopien und deren Abmahnen
erwirtschaften kann, als mit dem legalem Verkauf. Der dortige Vergleich von legalem und illegalem Download sieht wie folgt aus:
Legal : Bringt ein Lied ca. 0,60€ (netto) ein.
Illegal: Bringt ein Lied 96€ (netto) ein (20% der Schadensersatzsumme).
Zitate aus der Präsentation (Seite 27):
- ca. € 0,60 (netto) pro legal verkauftem Download gegenüber € 96,00 pro erfassten illegalen Download bei Rechtsverletzern, die zahlen
- Der Ertrag bei erfassten und bezahlten illegalen Downloads ist das 150 fache! Das bedeutet: Wenn 1.250 Rechtsverletzer erfasst werden, die zahlen, müssten zur Erwirtschaftung des entsprechenden Ertrages 150.000 Downloads legal verkauft werden
- Bei einer Zahlquote von 25% müssten also pro Monat 5.000 illegale Downloads eines bestimmten Produktes erfasst werden. Dies ist pro Woche eine Erfassungszahl von 1.000, was bei gut laufenden Themen realistisch ist
- Die Zahlquote wird durch Vergleichsschlüsse und Ratenzahler regelmäßig bei einem durchschnittlichen Überwachungs- und Bearbeitungszeitraum von 6 Monaten gesteigert
Zitat ENDE.
Quelle der Präsentation: WikiLeaks.org
Direkt Link: PDF-Dokument (Falls Offline, bitte bei Wikileaks einen neuen Link suchen)
Ich persönlich bin gegen den illegalen Konsum von urheberrechtlich geschützten Material und finde es auch richtig, dass etwas dagegen gemacht werden muss, jedoch sollte es doch irgendwie im Rahmen bleiben. Und Firmen, welche auf solche Weise nach Kunden buhlen, haben meiner Meinung nach nichts im deutschen Rechtsstaat zu suchen.
Nun noch ein paar Tipps für die Jungs & Mädels, welche Post vom Abzockerverein bzw. deren RA’s haben (Achtung keine Rechtsberatung):
- Zahlt den Betrag auf keinen Fall und unterschreibt bloß nicht den beiliegenden Wisch (letzteres ist mega wichtig).
- Antwortet nicht selbst auf das Schreiben und kommt nicht auf die Idee, die beiliegende Erklärung selbst umzuschreiben.
- Sucht euch einen Anwalt in eurer Nähe, der sich mit sowas auskennt. Dieser sorgt i.d.R. mit einem Schreiben dafür, dass ihr nie wieder etwas von den hört. (Kostet ca. 80€ – 120€)
Und warum sollt ihr das nicht machen?
- Ganz einfach, die euch übersanten Dokumente sind nicht vollständig. Es fehlt das Original der Vollmacht bzw. Prozessvollmacht.
- Ausserdem wird nie der eigentliche Urheber genannt, was auch schon nicht korrekt ist. Ihr wollt doch wissen, wessen Urheberrechte ihr verletzt habt.
- Die aufgelisteten Urteile sind korrekt, jedoch gibt es ebensoviele Urteile, welche anders entschieden haben.
- Das angedrohte Verfahren gegen euch kostet der DGS mehr Geld, als sie mit euch verdienen. Warum ein teures Verfahren beginnen, wenn doch schon die nächsten 1000 User in der Datenbank erfasst wurden.
- Abzockern, sollte man nie eine Chance geben zu Profit zu kommen.
Ausserdem wird in diversen Kreisen getuschelt, dass einige von der DGS überwachte Dateien nicht von der im Dateinamen oder Torrentnamen angegebenen Releasecrew veröffentlicht wurden, wodurch die Frage aufkommt, wer hat das ins Internet gestellt.
Nach langer Zeit hatte ich mal wieder dieses dumme Problem, dass ich einen Domainnamen falsch geschrieben hatte und siehe da, die T-Online Navigationshilfe ist immer noch aktiv. Also dachte ich mir, googleste ein bisschen um zu schauen, ob ich der einzige bin, dem das mächtig auf die Ketten geht. Und siehe da, es gibt noch andere. Manch hat es scheinbar noch schlimmer getroffen, da dort sogar lokale Rechner auf einmal auf diese Mega coole Navigationshilfe aufgelöst wurden. Aber, zu meinem entsetzen musste ich auch einen älteren T-Online Foreneintrag finden, welcher sich mit diesem Bug befasst. Die Quick Essenz dieses Eintrages sieht so aus:
- Angeblich ist es ein Feature.
- Es wurde stumpf für alle Kunden aktiviert. (bestimmt der falsche Default in der Datenbank)
- Es kann im Kundencenter deatkiviert werden.
Da frage ich mich doch, warum die T-Offline Jungs nicht einfach einen Link zu diesen Eintrag per Mail geschickt haben. Nein, nach drei Störungsmeldungen wurde ich einfach ignoriert bzw. es kam immer die automatisch generierte E-Mail mit der Bitte, ich solle mich an T-Online wenden. Die schickten mir inhaltlich die gleiche Mail mit der Bitte mich an die Telekom zu wenden. usw… das Problem hätte man doch nun wirklich schnell lösen können.
Hier der Link zum Foreneintrag: http://foren.t-online.de/foren/read.php?180,3808487
Leistungsmerkmal
Jetzt wo die Bundesnetzagentur Bußgelder für Cold Calls (Vertriebsdeutsch: Kaltakquise) verhängen kann, bittet sie auf einmal um Mithilfe. Das finde ich ja sehr komisch.
Vor ca. 7 Monaten rief mich bereits dieser Computer an, der immer behauptet, man habe ein Audi Cabrio gewonnen.
Diese Gewinnmitteilung wurde direkt auf meine Fritzbox gesprochen, welche mir jede Mitteilung per E-Mail schickt. Da mir diese Anrufe damals schon gewaltig auf den Sack gingen, habe ich die WAV-Datei stumpf an die Bundesnetzagentur geschickt. Von dort bekam ich nur die Antwort, dass im Moment keine Kapazitäten vorhanden wären um dem nachzugehen. Ich sollte mich an den Verbraucherschutz oder irgendeinen anderen Verein (Namen habe ich inzwischen vergessen) wenden. Und was ist Heute? Nun gibt es scheinbar mehr Resourcen als Meldungen, da ich mir nicht anders erklären kann, wie sonst die Bundesnetzagentur genügend Zeit hat, mit Informationen wie Datum, Uhrzeit und Namen ein Bußgeldverfahren zu starten. Es sei denn, sie hat bereits direkten Zugriff auf die Transferdaten der Telefonanbieter und kann so ihre Daten vervollständigen. Da sieht man mal wieder, was Geld ausmacht.
Warum machen wir das selbe nicht auch mit SPAM-Mails? Ich könnte die Bundesnetzagentur täglich mit soviel Spam versorgen, dass nach 2 Jahren jeder Mitarbeiter Millionär wäre. In 10 Jahren würde ich es schaffen den Staatshaushalt zu sanieren.
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